Sonntag, 29. November 2015

Unser 1. Adventssonntag in Bildern

Da ich es am Samstag nicht geschafft habe Fotos zu machen, gibt es nur den Adventssonntag in Bildern.
Ich liebe die Vorweihnachtszeit mit allem was dazu gehört und versuche diese Freude an meine Mitmenschen weiterzugeben.
Unser 1. Adventswochenende war daher geprägt von typischen vorweihnachtlichen Aktivitäten, aber leider auch begleitet von einer lästigen Verkühlung. Nur das Käferle erfreut sich bester Gesundheit.
Am Sonntag habe ich mir am Vormittag ein Erkältungsbad gegönnt und richtig entspannt. Die erste Kerze wurde entzündet und das Käferle bestand am Ende wieder darauf, die Kerze ausblasen zu dürfen. Wir haben einige Lieder gesungen und selbst gebackene Kekse gegessen.



Ein wenig Hausarbeit (vor allem Wäsche) wartete anschließend auf mich. Nach dem Mittagessen und dem Mittagsschlaf vom Käferle, machten wir uns auf den Weg zu einer Kinderadventsfeier. Dort gab es einen kleinen Streichelzoo, Ponyreiten, ein Christkindlpostamt und Vieles mehr. Das Käferle war wie im Vorjahr ganz verrückt nach den Ponys. Auf den Sattel hat sie sich dennoch nicht gewagt, dafür wurde jedes Pony ausgiebig gestreichelt.








Eine schöne Pumphose fürs Käferle und einige Winterkinder für Dekozwecke habe ich auf dem Markt entdeckt und gekauft.


Den Abend haben wir wieder mit Kerzenschein, singen, Buch anschauen und spielen verbracht. Das Käferle hat eine Puppenbehausung aus Mega- Blocks gebaut... ja auch wir haben ein wenig rosa Plastikspielzeug, hihi...

© Kleine Mami


© Kleine Mami

Wie habt ihr das 1. Adventswochenende verbracht?

Samstag, 28. November 2015

Blick ins Regal - 22 Monate

Der letzte Blick ins Spieleregal ist schon ein Weilchen her, daher zeige ich euch in diesem Beitrag, was es Neues im Regal des Käferles gibt. Puzzles waren  zum Beispiel lange Zeit nicht sonderlich interessant für sie, werden aber nun gerne bespielt.

Mittlerweile haben wir  drei Spielregale für unsere Tochter (die Spieleständer, das Regal im Kinderzimmer und eines bei den Großeltern).



1. Holzbausteine: 
Das Spiel mit den Bausteinen wird immer kreativer. Anfangs baute das Käferle hauptsächlich Türme, nun versucht sie auch Häuser und Straßen zu bauen. Gerne kombiniert sie diese einfachen Holzbausteine mit unseren selbstgemachten Waldorfbauklötzen.



2. Jahreszeiten: 
Das Käferle interessiert sich sehr für die Jahreszeiten und blättert gerne in ihrem Buch "Die Jahreszeiten" aus der Reihe Wieso Weshalb Warum. In einem Bilderhalter habe ich ihr 12 Postkarten (eine für jeden Monat) mit Illustrationen von E. M. Ott- - Heidmann zusammengestellt, die sie sich sehr gerne ansieht.


3. Tierkinder- Puzzle: 
Bei diesem Tierkinderpuzzle von Ravensburger gibt es für jedes Puzzleteil (also für jedes Tierkind) eine eigene Puzzlekarte. Um das Käferle nicht zu überfordern, wählen wir meist nur einige Puzzlekarten aus.


4. Angelspiel: 
Das Käferle versucht stets sehr konzentriert Gegenstände aus ihrem Magnetkörbchen zu angeln. Da die Magnete an der Angelschnur relativ schwach sind, möchte ich noch etwas stärkere besorgen und dem Käferle Experimente mit der Magnetkraft anbieten. Welche Gegenstände sind magnetisch und welche nicht...


5. Tierbilder: 
Diesen Korb mag das Käferle besonders gerne. Er enthält 50 verschiedene Tierbilder, welche das Käferle fast alle beim Namen kennt (zB Antilope, Kofferfische, Steinbock,...). Die Tiernamen haben wir in der Drei- Stufen- Lektion erarbeitet (selbst benennen, zeigen lassen, benennen lassen). Die Anzahl der Tierbilder im Korb haben wir langsam gesteigert. Das Käferle holt den Korb häufig mit der Bitte: "Mama zeigen/ Mama fragen" und benennt dann stolz die Tiere. Ihre Wissbegierde fasziniert mich immer wieder ("Wie heißt das? Was ist das?")



6. Anziehrahmen: 
Momentan befasst sich das Käferle stark mit dem An- und Ausziehen und möchte Vieles selbst versuchen und beteiligt werden. Als ich ihr vor Kurzem gedankenlos die Jacke ausgezogen habe, wurde sie wütend. Wir zogen die Jacke gemeinsam wieder an und aus und seither darf sie jeden Reißverschluss selbst hoch- und hinunterziehen und der Anziehrahmen mit dem Reißverschluss liegt im Regal für sie bereit.



7. Holzeisenbahn: 
Die Holzeisenbahn ist ein sehr beliebtes Vater- Tochter- Spiel bei uns. Beim Zusammenstecken der Schienen muss der Papa meist noch helfen.



8. Pferdepuzzle: 
Das Käferle liebt Pferde und so konnte ich am Flohmarkt nicht an diesem Pferdepuzzle vorbeigehen ohne es zu kaufen. 



9. Blätter - Puzzle: 
Dieses Puzzle haben wir selbst gebastelt (klick). Es wird von zum Glück auch nach dem ersten Schneefall noch gerne bespielt...



Womit beschäftigen sich eure Kinder gerne? Gibt es ein Lieblingsspielzeug?

Dienstag, 24. November 2015

5 künstlerische Aktivitäten für Kleinkinder

Ich biete unserem Käferle immer wieder gerne künstlerische Aktivitäten an. Das Malen mit Fingerfarben mag sie besonders gerne (klick). In den letzten Wochen haben wir einige neue Maltechniken und kreative Ideen ausprobiert. 

1. Wischfarben (Seccorell): 


Die Seccorell- Farben sind Farbstäbchen, die über einem Reibeblock gerieben werden. Die abgeriebene Farbe wird durch Wischen mit den Fingern oder einem Wattepad auf den Malgrund (Papier, Holz, Stoff, ...) aufgebracht. Mehr Informationen zu den Seccorell- Farben findet ihr hier.


Das Käferle liebt diese Art zu malen besonders, wobei ich ihr beim Reiben helfe. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sie diesen Arbeitsschritt mit einem größeren Stück Schleifpapier als Reibeblock alleine bewältigen könnte. 
Bereits kleine Babys zeigen das Bedürfnis zu wischen und ziehen mit ihren Fingern Spuren in ihrem Speichel oder im Brei.

2. Crayon Rocks:




Crayon Rocks sind vegane Wachsmalkreiden, die den Dreifingergriff trainieren, der zum "richtigen" Halten eines Stiftes benötigt wird. Aufgrund ihrer tropfenartigen Form lassen sich die Crayon Rocks nur so greifen. 
Mir gefallen die Wachsmalkreiden sehr gut, aber das Käferle war beim Ausprobieren frustriert, da es ihr nur bei den dunkeln Farben gelungen ist, Farbspuren aufs Papier zu bringen. Wir werden das Malen mit den Crayon Rocks zu einem späteren Zeitpunkt einfach wieder versuchen.

3. Motivlocher:


Mit Motivlochern Formen aus buntem Papier zu stanzen ist beim Käferle sehr beliebt. Meist bin ich dabei und unterstütze sie. 

4. Stabilo Woody 3 in 1:

Die Stabilo Woody Stifte sind sehr vielseitig und ermöglichen drei Maltechniken (Buntstift, Wassermalfarbe und Wachsmalkreide). Da sie relativ dick sind, sind sie für Kinderhände gut zu greifen.


5. Sticker aufkleben:


Das Aufkleben von Stickern steht nach wie vor hoch im Kurs beim Käferle und ich habe in diesem Beitrag darüber berichtet.

Womit malen eure Kinder am liebsten?

Freitag, 20. November 2015

Unsere "kindgerechte" Garderobe

Lange war unsere Garderobe für mich eine Problemzone, denn wir hatten einen sehr kleinen Eingangsbereich, kaum Stauraum und vor allem keine Garderobe auf Kinderhöhe fürs Käferle. Seit einigen Wochen interessiert sich unsere Tochter sehr fürs selbstständige Ankleiden und erzielt erste Erfolge. Es gelingt ihr Hosen an- und auszuziehen, wenn sie bequem geschnitten sind und ich sie ihr richtig darbiete. Auf jeden Fall möchte sie an den einzelnen Schritten beim An - und Ausziehen beteiligt werden. Daher war es mir wichtig ihr im Vorraum einen eigenen kleinen Garderobenbereich einzurichten.

© Kleine Mami

Zwar haben wir nun nicht unbedingt mehr Stauraum, aber dafür sind wir um ein multifunktionales Möbelstück reicher.  Die Schuhbank verfügt über ein kleines Fach mit einem Deckel. An diesen werde ich noch eine Spiegelfliese fürs Käferle anbringen. Im Fach finden Hauben, Handschuhe, Schals und andere Kleinigkeiten ihren Platz. Ich möchte ihr zum Beispiel noch einen eigenen kleinen Schuhlöffel besorgen. Unsere Tochter darf zwischen zwei Jacken auswählen, die in erreichbarer Höhe aufgehängt sind. Ebenso befinden sich zwei Paar Schuhe für sie in der Schuhbank und sie kann sich zum Anziehen bequem hinsetzen, wobei sie mit den Füßen schon beinahe den Boden berühren kann. Diese Vorlage soll dabei helfen, dass jeder Schuh am richtigen Fuß landet.



Das Käferle hat schon beim Zusammenbauen der Schuhbank tatkräftig geholfen und fleißig Schrauben in die Löcher gesteckt.


Außerdem hat sie entdeckt, dass die Schuhbank sich prima als Sitzbank und zum Klettern eignet.

© Kleine Mami

Unser neuer Garderobenbereich ist zwar noch nicht vollständig eingeräumt, aber ich wollte ihn euch trotzdem schon zeigen. 

Richtig gut gefällt mir auch diese Garderobe (klick).

Eine vorbereitete kindgerechte Umgebung hilft Kindern dabei selbstständig agieren zu können und sich ihrem inneren Bauplan gemäß zu entwickeln. In meinem Beitrag Montessori at home habe ich versucht einen Überblick darüber zu geben wie man die Wohnräume nach dem Montessori- Konzept kindgerecht gestalten kann.

Demnächst zeige ich euch den Kleiderschrank vom Käferle....

Dienstag, 17. November 2015

Adventsspirale selbstgemacht

Ein Adventskalender zeigt die verbleibenden Tage bis Weihnachten an und ist besonders für Kinder hilfreich, die sich unter Zeitspannen noch kaum etwas vorstellen können. Die meisten richten sich nach dem bürgerlichen Kalender und umfassen 24 Tage, andere beziehen sich aufs Kirchenjahr und beginnen mit dem ersten Adventssonntag.
Da ich unserer Tochter (22 Monate alt) auch die Weihnachtsgeschichte näher bringen möchte und sie das Fest und die Adventszeit nicht nur mit Geschenken verbinden soll, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich ihr das vermitteln kann.
Schließlich haben wir eine Adventsspirale mit 24 Teelichtern gebastelt. Für die Adventssonntage im Dezember haben wir Teelichter in rosa und violett gewählt. Ein etwas anderes Modell der Adventsspirale vertreibt die Firma Grimm's (Klick).


© Kleine Mami

Die Adventsspirale ist eine Mischung aus Adventskalender und Adventskranz könnte man sagen. Ich habe erst freihand eine Vorlage auf Papier gezeichnet und dann auf eine Fichtenholzplatte ( ca 50 x 50 cm groß) übertragen. Daher ist die Adventsspirale nicht "perfekt", sondern eindeutig als handmade Werk erkennbar :-) Das Aussägen mit der Stichsäge hat der Käferpapa übernommen. Anschließend haben wir die Spirale etwas abgeschliffen und mit Distelöl eingerieben.

© Kleine Mami




Maria, Josef und der Esel machen sich auf den Weg nach Betlehem. Die wunderschönen Holzfiguren bekommt man zum Beispiel  hier oder hier.


Ab Dezember wird jeden Tag ein weiteres Teelicht angezündet und Maria, Josef und der Esel wandern ein Stück weiter. Das Bilderbuch Auf dem Weg nach Betlehem passt hervorragend zur Einstimmung aufs Weihnachtsfest. Es ist im "Waldorfstil" illustriert und enthält die Erzählung zum Selberlesen für ältere Kinder bzw in reimender Sprache zum Vorlesen für Kleinkinder.

Der Advent kann kommen und das Käferle freut sich schon darauf, dass sie die Kerzen ausblasen darf.

Hier könnt ihr Kleine Mami auf Facebook folgen - KLICK

Montag, 16. November 2015

22 Monate

Mit 22 Monaten...

  • bist du schon 87 cm groß und wiegst 12,5 kg
  • kannst du dir selbst deine Hose anziehen
  • lässt du dich nicht gerne wickeln
  • willst du alles selbst machen (darfst du auch)
  • leckst du gerne an Zitronenscheiben (du magst es gerne sauer)
  • singst du die Texte vieler Lieder mit
  • gelingt es dir zu springen
  • sieht dein Schlafmuster ungefähr so aus: Nachtschlaf von 22:30/ 23:00 - 9:00 und "Mittagsschlaf" von 15:00/ 15:30 - 18:00
  • kann man richtige Gespräche mit dir führen
  • sprichst du meist deutlich und in Sätzen
  • finden wir deine sprachlichen Kreationen einfach großartig: Marille statt Mandarine, heraten = heiraten, Moperrad = Moped + Motorrad, ha = ja
  • ist es sehr witzig, wenn du mit Fremdwörtern um dich wirfst. Sehr gut gefallen dir die Wörter minimal und parallel
  • verwendest du sein/ ihr noch nach Belieben (zb Papa ihr Auto, Oma sein Auto)
  • bist du nicht zu halten und voller Energie. Du läufst, kletterst, balancierst, springst,..
  • stillen wir noch viel, aber du isst auch sehr gerne
  • puzzlest du gerne
  • willst du gerne mit anderen Kindern spielen
  • bist du sehr interessiert an Namen, Zahlen, Körperteilen, ...
  • schleppst/ ziehst/ schiebst du gerne schwere oder große Dinge durch die Gegend (zB Kinderstühle oder dein Schaukelpferd)
  • spielst du gerne in deiner Spielküche (vor allem mit Papa)
  • betätigst du gerne Schalter und Knöpfe (Licht , CD- Player, usw) 
  • ist aus unserem kleinen Baby ein richtige kleine Persönlichkeit geworden, die unser Familienleben bereichert


Donnerstag, 12. November 2015

4 Ideen für eine stimmungsvolle Adventzeit

Wir nähern uns in Riesenschritten der Adventzeit und obwohl ich nichts von verfrühtem Weihnachtskitsch in Kaufhäusern halte (zB im Oktober), braucht man doch Zeit, um DIY- Ideen zu verwirklichen. Daher poste ich einige Ideen für die Adventzeit schon jetzt...

1. Lebendiger Adventskalender:

Ein lebendiger Adventskalender unterscheidet sich von einem herkömmlichen Adventskalender durch die Menschen, die ihn gestalten. 24 Familien finden sich zusammen, um gemeinsam diese besonderen Tage zu feiern. Jede Familie dekoriert an einem Tag im Advent ein Fenster ihres Hauses und beleuchtet es. In den Abendstunden treffen sich die Familien dann beim jeweiligen Adventfenster, bewundern es, singen Lieder, trinken Tee und essen Kekse, usw. Die Gestaltung des jeweiligen Abends obliegt der Familie, die an der Reihe ist. Durch den lebendigen Adventskalender haben wir letztes Jahr im Advent sehr viele nette Abende verbracht. Und so sah unser Adventfenster vom 17. Dezember 2014 aus:



2. Adventskranz einmal anders:

Wir binden fast jedes Jahr unseren Adventskranz selbst und meist sieht er sehr klassisch aus. Letztes Jahr wollte ich etwas Neues ausprobieren und es entstand diese Kreation: 



Man braucht nur 4 Einmachgläser, 4 Kerzen, eine große Baumscheibe als Grundplatte und weihnachtliche Dekoelemente. Die Gläser habe ich nummeriert, indem ich Pfeifenputzerstücke zu den Zahlen gebogen habe.

3. Kekse backen:

Ich liebe es Weihnachtskekse zu backen und diese hier durfte das Käferle mit knapp einem Jahr auch kosten. Zuvor kannte sie nur Fruchtzucker vom Obst essen und die Kekse haben ihr gleich sehr gut geschmeckt! Nett verpackt eignen sie sich auch als kleines Geschenk!



Für diese Mürbteigkekse benötigt man:

250 g Dinkelmehl
125 g Butter
75 g Rohrzucker oder Birkenzucker
1 Ei
1 Packung Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Messerspitze Backpulver

Aus diesen Zutaten wird ein Knetteig hergestellt (ich nehme meistens mind. die doppelte Menge). Den Teig ausrollen, Kekse ausstechen und bei 160° C backen (ca 8- 10 min). Die Kekse können nach Belieben verziert werden.

4. Last Minute Christbaumkugeln:

Im Vorjahr wollte ich kein Geld für neuen Baumschmuck ausgeben, musste aber kurz vor Weihnachten feststellen, dass wir nur wenig Strohschmuck zu Hause hatten. Zu diesem passen die herkömmlichen Glitzerkugeln irgendwie nicht so richtig. Ich durchforstete meine Bastelmaterialien und gestaltete aus Styroporkugeln und Taschentüchern ganz netten Baumbehang, der zudem zu hundert Prozent bruchsicher ist. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt, wenn man ein Kleinkind hat...



Die Styroporkugeln einfach mit den Taschentüchern umwickeln und mit einem Faden abbinden. Fertig sind die Ruck- Zuck- Weihnachtskugeln.

Welche Ideen/ Projekte habt ihr für die Adventzeit?

Sonntag, 8. November 2015

DIY - Bauklötze nach Waldorfart

© Kleine Mami

Am Wochenende haben wir gemeinsam gebastelt und es sind wunderschöne Handschmeichler aus Kirschholz entstanden. Die Holzscheiben mit Rinde hat der Käferpapa von Ästen eines gefällten Kirschbaumes abgesägt. Das Holz hat innen eine sehr glatte Oberfläche, sodass ein zusätzliches Schleifen nicht notwendig war.



Dann haben wir die Holzscheiben mit Distelöl eingerieben, um die Maserung noch mehr zur Geltung zu bringen. Der Unterschied ist auf den Fotos deutlich zu erkennen.


Das Käferle wollte zwar noch nichts mit den Holzscheiben bauen, dafür aber der Käferpapa...


Sie hat dann Papas Bauwerk als Klettergerüst für ihre Schleichtiere verwendet.


© Kleine Mami

Wir wollen in nächster Zeit das Bausteine- Sortiment erweitern und noch eckige Bausteine basteln. Ich freue mich schon darauf!


Freitag, 6. November 2015

Gedankensplitter zu "Montessori von Anfang an"

Da ich das Buch "Montessori von Anfang an. Ein Praxishandbuch für die ersten drei Jahre des Kindes " von Paula Polk Lillard und Lynn Lillard Jessen erneut gelesen habe, habe ich nun einige Gedanken dazu aufgeschrieben. Das Buch ist 2012 im Herder Verlag erschienen.



Das Werk beinhaltet folgende Kapitel:

  • Der Selbstaufbau des Menschen
  • Das Neugeborene willkommen heißen
  • Die Welt erobern
  • Die Hand und das Gehirn
  • Zur Koordination krabbeln
  • Praktisches Leben
  • Sorge für die eigene Person
  • Sprache und Intelligenz
  • Die Entwicklung des Willens
Das Buch beschreibt sehr gut wie man Kleinkinder darin unterstützen kann, vieles selbstständig zu tun, indem man die Umgebung des Kindes vorbereitet und sich selbst zurückhält und beobachtet. Für jede Altersstufe werden passende Übungen und Materialien beschrieben, die man anbieten kann, um das Kind auf seiner jeweiligen Entwicklungsstufe zu unterstützen.
Der Grundgedanke, der dieser Pädagogik zu Grunde liegt, ist der des menschlichen Selbstaufbaus. Der Mensch kommt nach Montessori nicht "fertig" zur Welt, sondern er entwickelt sich nach einem eigenen inneren Bauplan in der aktiven Auseinandersetzung mit der Umwelt. Das Kind entwickelt seine Fähigkeiten erst durch das Lernen und daher spielen die Umgebung des Kindes und die Menschen darin eine bedeutende Rolle.
Im Buch wird genau beschrieben wie sich die Autoren die optimale Umgebung für das Neugeborene vorstellen und wie das Baby sich darin entwickelt und aus eigener Kraft den Raum erobert.
Die Wichtigkeit der Feinmotorik wird betont und dass man genau beobachten soll, worin sich die Hände üben, um Materialien zum Üben der Fingerfertigkeit bereit stellen zu können, welche den passenden Schwierigkeitsgrad haben. Hand und Gehirn stehen in direkter Verbindung miteinander, die Vernetzung im Gehirn wird durch Tätigkeiten mit der Hand verstärkt.

Interessant fand ich im Buch das Kapitel über den Umgang mit der kindlichen Wut bzw dem kindlichen Willen. Bekommt ein Kleinkind einen Wutanfall, weil es zum Beispiel etwas haben möchte, dann hilft es oft nichts dem Kind Argumente zu nennen, weil es damit noch nichts anfangen kann. Es kommt mit seinen Gedanken nicht vom gewünschten Gegenstand weg.
Es werden zwei Möglichkeiten genannt, wenn man einen kindlichen Wutanfall verhindern möchte.
1. Zwei Dinge zur Auswahl anbieten: Will das Kind sich die Mütze nicht aufsetzen, dann kann man zB fragen: "Willst du die rote oder die blaue Mütze aufsetzen?" So gelingt es unter Umständen den Gedanken des Kindes vom Nicht- Wollen abzulenken.
2. Wegführen und eine fürs Kind interessante Tätigkeit anbieten: Auch auf diese Weise hilft man dem Kind seine Gedanken auf etwas anderes zu richten.

Wenn das Käferle übrigens einen Wutanfall hat und sich nicht ablenken oder trösten lässt, dann ist es für mich hilfreich, ihre Wut zu akzeptieren. Sie hat ein Recht auf ihre Wut und es ist ihr Gefühl und nicht meines. Irgendwann kommt sie dann selbst und lässt sich trösten.

In einigen Bereichen kann ich die Auffassungen der Autoren überhaupt nicht teilen und empfinde die Vorgehensweisen, zu denen sie raten, als sehr hart.
Schlafen: In den ersten Lebensmonaten solle das Kind lernen alleine einzuschlafen und bald auch durchzuschlafen. Auf das Weinen des Babys sollte man nicht zu rasch reagieren, so helfe man dem Baby alleine zu schlafen. Das Baby soll unbedingt im eigenen Zimmer bei verschlossener Tür schlafen. Die beschriebene Methode erinnert mich etwas an Methoden des Schreien- Lassens, die wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge ungesund sind.
Stillen: Zwar gehe ich mit den Autoren konform, dass Stillen prinzipiell das beste für das Baby ist, aber ich finde es ist ebenso in Ordnung Babys mit künstlicher Babynahrung zu füttern. Außerdem verstehe ich nicht, warum die Autoren empfehlen mit zirka 8 Monaten abzustillen.
Tragen: Es wird geraten, Kleinkinder, die bereits laufen können, nicht auf den Arm zu nehmen und zu tragen. Diese würden sich daran gewöhnen und hätten zwei gesunde Beine zum Laufen. Babys sind aber Traglinge und das Bedürfnis getragen zu werden oder hoch genommen zu werden, endet nicht ab dem Zeitpunkt, wo sie selbst laufen können.
In manchen Punkten ist mir "Montessori von Anfang an" zu starr, zu sehr Programm! Kinder zu selbstständigen Persönlichkeiten zu erziehen ist ein ehrenwertes Ziel, aber dieses Buch vermittelt den Eindruck, dass eine enge und innige Bindung zu den Eltern diesem Ziel hinderlich ist.
Ich glaube hingegen, dass eine sehr innige und enge Beziehung in den ersten Jahren, Kinder gerade dazu befähigt, später ein eigenständiges Leben zu führen und Verantwortung zu übernehmen. Für mich passen Montessori, bedürfnisorientierte Erziehung (Tragen, Familienbett, Langzeitstillen,...) wunderbar zusammen.

© Kleine Mami

Vor Kurzem habe ich das Käferle übrigens auf dem Sofa sitzend mit meinem Ebook-Reader angetroffen. Sie grinste und sagte: "Montessori".
Wie die Mutter, so die Tochter....

Mittwoch, 4. November 2015

Unser Jahreszeitentisch in der Martinszeit

Am 11. November feiern wir den Tag des Heiligen Martin von Tours. Er ist dafür bekannt, Menschen in ihrer Not geholfen zu haben. Besonders berühmt ist die Geschichte der Mantelteilung. Martin teilte seinen roten Mantel, um eine Hälfte einem frierenden Bettler zu geben.
Am Martinstag ziehen an vielen Orten Kinder mit ihren Laternen durch die Straßen und singen Martinslieder.
Mit dem November beginnt die dunkle Zeit des Jahres und Nebel, Wind und Rauhreif prägen diesen Monat. Um dem trüben Wetter zu trotzen, zaubern Kerzenlichter eine behagliche Atmosphäre und dürfen daher auch am Jahreszeitentisch nicht fehlen.

Mir gefällt er unheimlich gut unser Jahreszeitentisch im November...


Dieses Tischlicht entstand aus Birkenrinde (diese lässt sich ganz einfach abziehen), einem Glas und einem Stück Bast. Es sieht auch wunderschön aus, wenn man zum Beispiel ein Stück Rinde in Sternform ausschneidet.





In das Martinspüppchen bin ich richtig verliebt!!!! Susanne von Susannelfe hat es extra für unseren Jahreszeitentisch genäht und es ist der Hingucker auf dem Tisch. Vielen Dank dafür! 
Das Püppchen ist beweglich und so kann der Martin sogar auf seinem Pferd sitzen. Susanne hat auch einen eigenen Dawanda- Shop, in dem sie ihre, in liebevoller Handarbeit genähten, Püppchen verkauft (klick) und eine Homepage (klick).
Auf ihrer Homepage verrät sie Schritt für Schritt wie ihre Püppchen entstehen. Die Püppchen werden mit der Hand genäht, damit die Püppchen biegsam sind, wird Chenilledraht und Blumendraht eingesetzt, der Kopf wird aus Wollvlies gefilzt und mit Trikotstoff überzogen, für die Hände werden kleine Holzperlen umnäht. Hier findet ihr die einzelnen Schritte zum Nachlesen: KLICK
Vielleicht greife ich auch noch zu Nadel und Faden, hihi...







Unseren nächsten Jahreszeitentisch wird auch ein Püppchen von Susanne zieren!
Ich würde mich freuen, wenn ihr dann wieder vorbeischaut.

Was heuer sonst noch so los war auf unserem Jahreszeitentisch...
Herbst
Sommer
Frühling
Ostern